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Celimax The Vita-A Retinal Shot Tightening Booster
Heute nehmen wir als Beispiel das Produkt **Celimax The Vita-A Retinal Shot Tightening Booster** — und erklären daran das gesamte Thema Retinoide. Ich erzähle euch jetzt, was Retinol, Retinal und Tretinoin eigentlich sind, worin sie sich unterscheiden, und schauen uns am Beispiel von Celimax an, wie man richtig damit arbeitet.
Was sind Retinol, Retinal und Tretinoin
Alle drei sind Derivate von Vitamin A, unterscheiden sich aber in ihrer Wirkstärke:
– **Retinol** — die mildeste, „Einsteiger“-Form. Die Haut muss es erst in Retinal und dann in Retinsäure umwandeln. Wegen dieser mehrstufigen Umwandlung wirkt es milder, aber langsamer.
– **Retinal (Retinaldehyd)** — eine Stufe näher an der aktiven Form, wird schneller umgewandelt. Bei gleicher Konzentration etwa 10-mal wirksamer als Retinol.
– **Tretinoin** — bereits fertige Retinsäure, die Haut muss nichts mehr umwandeln. Die schnellste und stärkste Wirkung, aber auch das höchste Reizungsrisiko. In den meisten Ländern verschreibungspflichtig.
Bei Celimax lässt sich das gut an der Produktlinie erkennen: Es gibt **Retinol Shot** (0,1% Retinol) — die milde Einstiegsvariante — und **Retinal Shot / The Vita-A Tightening Booster** (0,1% Retinal), das trotz optisch gleicher Prozentzahl deutlich aktiver ist.
Was Retinoide bewirken
– Beschleunigen die Zellerneuerung der Haut
– Regen die Kollagenproduktion an
– Verfeinern die Poren und die Hautstruktur
– Wirken gegen Akne und Aknenarben
– Glätten feine Fältchen, verbessern den Hautton
Für wen geeignet
Retinoide sind für die meisten Menschen ab 20–25 Jahren sinnvoll — zur Vorbeugung von Hautalterung, bei Akne, Aknenarben, erweiterten Poren und unebenem Teint. Nicht empfohlen während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei stark geschädigter Hautbarriere (akute Rosacea, Ekzeme, frische Verbrennungen nach Behandlungen).
Mit welcher Dosierung starten
– Für Einsteiger: Retinol 0,1–0,3% (genau das Niveau von Celimax Retinol Shot)
– Start mit **1–2 Anwendungen pro Woche**, abends
– Alle 1–2 Wochen bei guter Verträglichkeit auf 3-mal steigern, dann jeden zweiten Tag
– Produkte wie den Retinal Shot Tightening Booster erst einführen, wenn sich die Haut an Retinol gewöhnt hat — und auch dann vorsichtig mit 1–2 Anwendungen pro Woche beginnen
Die „Sandwich“-Methode und Feuchtigkeitspflege
Bei trockener oder empfindlicher Haut hilft die Buffer-Cream-Technik: Zuerst eine normale Feuchtigkeitscreme auftragen, 15–20 Minuten warten, dann das Retinoid, danach nochmal Feuchtigkeitscreme. Das reduziert Reizungen, ohne die Wirksamkeit zu verringern. Nach der Anwendung von Retinoiden unbedingt eine Repair-Creme verwenden — mit Panthenol, Ceramiden oder Centella.
Morgens — unbedingt SPF
Retinoide erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut und werden durch UV-Strahlen zersetzt. SPF 30–50 jeden Morgen ist keine Empfehlung, sondern eine zwingende Voraussetzung bei der Anwendung von Retinoiden.
Was nicht zusammen angewendet werden sollte
– **Vitamin C** — verringert die Stabilität beider Wirkstoffe und erhöht bei gleichzeitiger Anwendung das Reizungsrisiko
– **Säuren (AHA/BHA)** — zusammen mit Retinoiden zu aggressive Peeling-Wirkung, die Hautbarriere kann sich nicht erholen
– **Benzoylperoxid** — oxidiert und inaktiviert Retinol bei direktem Kontakt
Die beste Strategie ist die **Rotation nach Wochentagen**: z. B. Montag/Mittwoch/Freitag — Retinoid, Dienstag/Donnerstag — Säuren oder Vitamin C. So profitiert die Haut von allen Wirkstoffen, ohne überlastet zu werden.